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Lämmermast auf dem Heimbetrieb rentabel gestalten

Der Inlandmarkt bleibt für 2016 weiter positiv und verlangt auch CH-Lammfleisch während den Sommermonaten. Um diese Nachfrage abzudecken, sollten Frühjahrlämmer von der Alpung zurückbehalten und im Talbetrieb ausgemästet werden. Diese "Sommermast" ist in der Schweiz noch wenig verbreitet. Im nachfolgenden Bericht finden Sie einige Tipps und Informationen über die wichtigsten Herausforderungen.

  • Koppelweide und angepasste Ergänzungsfütterung
    Viel gutes fausthohes Gras ist bei begrenzter Weidedauer während den Sommermonaten früh morgens und spätabends bereitzustellen. Eine konzentrierte Ergänzung im Stall kann eine gangbare Fütterungsstrategie sein, denn Lämmer grasen oft nicht in der Dunkelheit, meiden die Hitze und bevorzugen kühlere Temperaturen.
     
  • Sommerdepression im Auge behalten: ein Lämmer-Müesli kann es sein
    Um die schwankenden Gehalte im Gras und in der Futteraufnahme bei sinkendem Graswachstum ab Juni auszugleichen, ist ein regelmässig guter Futterverzehr des Ergänzungsfutters im Stall zu erzielen. Jüngste Erfahrungen aus der Kälberfütterung zeigen, dass mit einer Mischung aus Struktur- und Kraftfutter, Mineralstoffe, Salz und Müesli-Aroma sowie eine ausreichende Wasserversorgung als gute Alternative für einen höheren Verzehr und gute Tageszunahmen während den Sommermonaten darstellt.
     
  • Hitzestress vermeiden – eine wichtige Aufgabe
    Schafe sind wärmeempfindlich, suchen sofort Schattenplätze und erlauben sich oft lange Ruhepausen. Praxisergebnisse zeigen, dass eine Schur vor Juni/Juli/August sich positiv auf den Entwicklungsverlauf auswirke. Für eine Lämmermast ist eine gute Aufnahme und Wiederkautätigkeit auch während den heissen Stunden entscheidend. Praktische nach Geschlechtern getrennte Lämmerställe, falls nicht kastriert wird, mit wärmeisolierten Decken und guter Luftzirkulation können die gewählte Strategie wirkungsvoll unterstützen!
     
  • Entwurmung der Lämmer – oft ein Muss
    Die wiederkehrende Beweidung kann den Parasitendruck erhöhen. Bei abwechselnder Beweidung mit Schnittnutzung wird der Wurmdruck gegenüber reiner Beweidung reduziert. Nur gesunde und kräftige, nicht infizierte Tiere beim Weideaustrieb können die erwarteten Mastleistungen erbringen.

Könnte diese Strategie auch für Ihren Schafbetrieb eine Alternative sein? Für mehr Informationen zur Entscheidungsfindung stehen Ihnen unsere regionalen Schafspezialisten oder der Technische Dienst in Herzogenbuchsee oder Rickenbach TG gerne zur Seite.

Wir beraten Sie gerne. Rufen Sie uns an: Tel. 058 434 15 15

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